Bilder aus China

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Shanghai 4 & 5 Shanghai 6 & 7

Donnerstag, 30. Dezember 2010

Bericht zu Shanghai IV & V

Ich weiss, es ist nun schon recht spät für mehr Updates, aber kurz und knapp kann ichs ja trotzdem halten, für alle, die mich nicht so bald treffen und mich ausfragen können.

Also hier war ich im Jing'an Temple. Der war sogar noch richtig von Mönchen bewohnt.Er steht mitten in der Stadt direkt neben einer Nobel-Shopping Mall. Aber gegenüber ist ein netter Park.

Ich hab danach einen Abstecher nach Xintiandi gemacht. Das sind die restaurierten Französischen Gebäude aus der alten französischen Konzession.

Am nächsten Tag war ich noch im Jadebuddhatempel und im Jianxi-Tempel. Damit hatte ich dann meine Tempelpflichten erledigt.

Die Fotos zeigen aber auch die Janan Lu, die als Hochstrasse über der Fussgängerüberführung noch drüber verläuft.

Ich war auch im Fuxin Park, der ein Freizeitpark ist, in dem jederman Federball spielt oder Karaoke singt. Die Kinder können da in einem auflasbaren Rad auf dem Teich rumtollen.

Dienstag, 30. November 2010

Bericht zu Shanghai III

Es hat ja so geregnet an meinem dritten Wochenende. Also blieben mir nur Museen übrig. Aber das Shanghai-Museum mit den ganzen Vasen usw hat mich nicht interessiert. Vielmehr wollte ich was über die Stadt erfahren. Also war ich nebenan am Peoples Square im Urban Planning Museum of Shanghai.

Ich musste mit der Metro bis dorthin und dann such mal Ausgang 2 von 14 Ausgängen. Da läuft man etwa 2 km unter dem ganzen Platz lang. Treppen rauf und an kleinen unterirdischen Shops vorbei. Eine Straße direkt unter dem Park vom Peoples Sqare war auf historisch gemacht und die Decke als Himmer bemalt.

Das Urban Planning Museum war spitze. Lange kann es das noch nicht geben, denn es geht um  die rasante Stadtentwicklung der letzten 15-20 Jahre, aber interessant wurde es eigentlich erst, als 1990 beschlossen wurde einen neuen Wirtschafts- und Finanzdistrikt zu erschließen. Das war dann Pudong und kurz darauf wurde der Pearl Tower gebaut. Danach gings rasant weiter.
Aber ihr seht euch lieber die Bilder an. 3,5 h war ich drin.

Am Abend hab ich die Ladies Night des Irish Pub in der Nähe vom Apartement ausprobiert und promt 3 Amis kennengelernt, die mich beim Billiard haben gewinnen lassen. Nächsten Tag war ich mit ihnen beim Fake-Markt am Sience and Technology Museum, hab aber nix gekauft. Was will ich mit einer gefekten hässlichen Gucci-Tasche oder einer Uhr. Trage seid Jahren keine Uhr. Die Katzen mit dem Wackelarm gibts dort auch, aber nur, weil doofe Touristen glauben, dass sei was cooles Chinesisches. Ich glaub die Geschichte dahinter hatte japanischen Ursprung. Aber interessant war es schon.

Danach war ich zwar noch im Museum drin, aber der Vorabend  hat ganz schön geschlaucht und das Museum ist mehr ein Anfassmuseum für chinesischen Kinder und Jugendliche. Gut gemacht, aber für mich nicht so spannend. Und sehr wenig war auf englisch übersetzt.

Am Mittwoch war ich dann auch mal wieder mit Bekannten unterwegs. Erst was Essen und dann noch mit dem Taxi rüber in den Financial Tower. Dort ist oben natürlich die höchste Bar Shanghais und Mittwochs Ladies Night. Das hieß dann Sekt vor free. Es war dermaßen voll, aber die Cover-Pop-Band war gar nicht so schlecht. Der Ausblick auf den Bund und runter auf den Jin'Mao und  Pearl Tower war jedenfalls Spitze.

Donnerstag, 18. November 2010

Bericht zu Shanghai II

Wie gesagt, in dem grossen Kasten auf der Karte gibts richtig viel zu sehen.
Als erstes hab ich mich dort auf den Weg in den Yuyuan-Garten im Old-Shanghai gemacht. Schon der Weg dahin ist ein Erlebnis gewesen, denn da hab ich das erste mal das neue Shanghai verlassen. Aber so genau lässt sich das eigentlich nicht definieren, da alles Neue irgendwie immer zwischen dem Alten gebaut wurde. Aber auf dem Weg von der Metro zum Yuyuan-Garten hat man halt auch das nicht so hübsche Shanghai gesehen.
Aus der Metro raus, stellte ich fest, dass mein Stadtplan (2009 gedruckt) mit den Metrostationen veraltet, und ungenau war. Irgedwie kam ich zwei Strassen natürlich weiter weg von meinem Ziel raus. 

Auf dem Gehsteig war es so voll mit Mopeds und Fahrrädern, dass man also auf der Strasse läuft. Irgendwann hatte ich dann raus, dass man halt nicht ständig ausweicht, sondern die Autos das auch machen. Es passiert hier scheinbar relativ wenig.

Als erstes traf ich dann auf die Old-Shopping-Street. Dort soll das Strassenhandelsleben wohl noch so sein, wie es früher war. Das heisst für uns als erstes: ENG. Die Strasse ist schon recht schmall. Zwar nur für Fussgänger, aber das hilft auch nix. Besonders vor den frischen Obst-Ständen (frisch aufgeschnittene Melone mit einem "normalen chinesischen Messer" geschnitten) häufen sich die Massen. Die Schalen und der Abfall fällt dann einfach nur unter den Tisch. Nach einer Stunde ist ihr Obst-Karren dann alle und dann verschwinden sie auch wieder.
In der Old-Shanghai-Street gibt es alles: 2RMB-Geschäfte (also alles 20 cent), aber auch nur Läden für Schuhe oder T-Shirts. Und ein Haufen Street-Food-Stände. Überall riecht es anders. Oft sehr lecker, aber manchmal kommt ein spezieller Geruch um die Ecke, der dermassem abscheulich ist, dass ich immer schnellstmöglich weg muss. Mein Essen hat bisher zum Glück noch nie so gerochen.
Diese Strasse ist zwar nicht lang, aber da man nur langsam voran kommt, dauert es eine Weile bis man da durch ist. Wenn man dann auch noch falsch abbiegt, weil man wieder so neugierig ist, zieht sich alles noch länger hin. Erst sah es nur so aus, als ob da auch solche Stände stehen, aber irgendwann landete man einfach zwischen den typischen Wohnhäusern, wo selten die Touris vorbeikommen.

Als ich dann fast am Yuyuan-Garten sein sollte, gabs da erstmal den Stadtgott-Tempel (1403-1424). Der diente halt dem Zweck den Gott zum Schutz der Stadt zu ehren. Also rein, weil der Ausgang hinten sein solle und dort dann auch der Garten. Schicker Tempel. Ruhig, viele Buddhas in unterschiedlichen Gebetsräumen und räuchernde Menschen auf den Plätzen. Beeidruckend war der Raum, der komplett mit solchen Kärtchen mit roten dünnen Bändchen gefüllt war.

Als ich hinten wieder rauskam, gings mit dem Gedränge erstmal weiter. Dort gab es eine moderne Einkaufstrasse, die im alten Stil gehalten war. Auf jedenfall war ich dort nicht der einzige Touri und hatte mir schon überlegt mich an die blassen Britten zu hängen um schneller in den Park zu kommen. Aber die hatten jeder so einen Umhängepass, dass der Kontrolleur dann auch wusste, wer alles zu Gruppe gehörte.

Der Yuyuan Garten (1559) war wunderschön. Eigentlich mehr eine Parkanlage erbaut in über 20 Jahren Arbeit von einem reichen Beamten für seine Eltern, damit sie sich im Alter entspannen können, aber nahe der Stadt leben können. An sich gibts viele Brücken über Koi-Teiche Pavillions und verschieden kleine Gebäude für unterschiedliche Zwecke, in denen aber meistens ein Tisch u ein paar Stühle stehen. Im Opium-Krieg wurde er wohl zerstört aber Mitter des 20 Jh. wieder restauriert und auch für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht.
Auch in dem Park war ordentlich was los, aber ich hab halt nur am Wochenende wie alle anderen Zeit mir alles anzusehen. Ich hab mich etwa 2 h dort aufgehalten bis der Hunger kam. Da ich beim Ausgang rein gekommen bin, wollte ich beim Eingng raus, um dann auch die ZickZack-Brücke zu sehen. Die war dann total überfült, weil sie sich ausserhalb vom Eintritt befindet.Hab mich trozdem mit rauf gedrängelt. Auf der anderen Seite war ich dann wieder in dieser modern-alten Shopping-Ecke. Fand auch ein paar Schnellrestaurants in einem Shopping-Center.

Danach bin ich in der Gegend noch rumgelaufen und wollte noch zum Konfuzius-Tempel, der eigentlich nicht weit war. Aber es wurde dunkel und er war zu.

Samstag, 30. Oktober 2010

Bericht zu Shanghai I

Shanghai ist wirklich groß, aber im wesentlichen konzentriert sich das interessante auf den eher inneren Bereich. Mit dem Transrapid kommt man ratz fatz vom Flughafen 30 km stadteinwärts weiter nach Pudong und kann dann ins Taxi oder die Metro umsteigen. Es ist auch fast alles mit englischen Beschriftungen, so dass man sich ganz gut zurecht findet.

Pudong an sich ist aber schon riesig. Vor 20 Jahren gabs hier noch Felder und nun ist es ein riesigen, modernes Wohn- und Industriegebiet. Die kleineren Bezirke auf der Karte sind langsam gewachsen. Dort findet man auch oft noch das ursprünglichere China, wobei auch vieles einfach neu bebaut wurde. Pudong hingegen wurde einfach aus dem Boden gestampft. Der Flughafen expandiert immernoch.
http://de.wikipedia.org/wiki/Pudong

Mein Apartement ist auch in Pudong. Nicht weit von der Arbeit, aber da brauch ich trotzdem ein Taxi, weil die Metro hier noch nicht fertig ist und die nächste zu weit weg. Es gibt auch Busse, aber ich kann die Pläne nicht lesen, weil es nur chin. Zeichen. Am Wochenende nehm ich trotzdem manchmal einen, da ich dann keinen Zeitdruck hab. Man will auch Shanghai wie ein Shanghaiese erleben ;-)

Das Apartement ist sehr westlich ausgestattet. TV, Kabel-Internet (hab mir erstmal ein 15m Kabel geholt), Wasserspender, Waschmaschine, großes Bett, Küche mit Mikrowelle, achso und 19. Etage. Super Aussicht, aber nicht so gute Sicht, wegen des Smog. Hier in der Straße gibts auch die wichtigsten Läden. Kleiner SuperMarkt, Irish Pub, Massage-Salons, Restaurants. Bissl weiter ist ein großes Carrefour mit noch mehr Geschäften. Dort kriegt man dann auch westliche Lebensmittel zu enormen Preisen. Aber wenn mans gar nicht mehr ausshält, dann kriegt man da das wichtigste.

Bei mir wars noch nicht so schlimm. Ich mag diese gefüllten Teigbällchen (Dim Sum - glaub ich) und die gibts überall und auch tiefgefroren. Die Suppen hier sind nicht so mein Fall, aber alles mit Pilzen (da sind dann nicht so viele Knochen drin).

Kurz noch zu der detaillierteren Karte:
Pudong: Der Oriental Pearl Tower (468m) ist hier der Fernsehturm und schaut oben auch irgendwie aus wie der Berliner (368m - da gibts wirklich nen Zusammenhang). Und gleich nebenan stehen der JinMao (421m) und das Shanghai World Financial Center (zZ das gröste Gebäude mit 492, aber da steht schon der Sockel vom Schanghai Tower. Im Gesamtbild vom Bund aus soll das dann etwa so aussehen: ganz rechts das Gebäude ist dann das neue Höchste mit 632m.

http://www.chine-informations.com/
Auf der anderen Seite vom Huangpu-River ist der Bund. In dem Begriff fliessen irgendwie 3 Spracheinflüsse rein. Dort ist diese Ufer-Promenade mit dem herrlichen Ausblich nach Pudong. Aber historisch gesehen war das Anfang des 20. Jh. das Finanzplätzchen von Shanghai und dort damals die höchsten Gebäude. Es sind 52 europäische Kolonialbauten, die hier sehr berühmt sind.
http://de.wikipedia.org/wiki/Bund_%28Shanghai%29

In dem großen Kästchen wirds dann richtig spannend. Da gibts die vielen kleinen Attraktionen und das eigentliche Leben von Shanghai.

Montag, 18. Oktober 2010

Xi'an-Bericht

Xi'an liegt zentraler in China. Zu Peking und Shanghai ca 1200 km. Dort hatten wir nicht viel Zeit. Wir waren gegen 13 Uhr im Hotel und mussten gleich wieder los um in den 30 km entfernten Ort Qinling zufahren, wo es die Terrakotta-Armee zu sehen gibt. Damit wir bisschen mehr zu erzählen haben, haben wir den Weg vom Hotel dortin hit den öffentlichen Bussen gemacht.

Die Verbindung war eigentlich richtig gut. Im Hotel haben wir gute Auskunft erhalten und sind los in einen Bus zum Hauptbahnhof. In Xian ist einiges schon sehr alt, wie viele Busse. Alles klapperte und es hat uns etwas gewundert, das der Wassereimer hinter der Fahrerin stehen blieb. Der Bus ist 3 mal stehen geblieben, da der Motor einfach ausging - scheinbar grundlos. Die Fahrerin stand natürlich in einer einspurigen Passage bei einer Baustelle, als gar nix mehr ging. Sie ließ uns alle raus und plötzlich, - war ja klar - sprang er wieder an. Bloss gut, denn es wär auch kein anderer Bus da mehr vorbeigekommen, da dort alles eingezäunt war.

Am Bahnhof mussten wir ein wenig suchen, bis wir in dem ganzen Gewühl und der Baustellen die Ecke für die Fernbusse gefunden hatten. Unser Bus fuhr grad weg, war aber auch schon voll. Da stand aber schon der nächste und wir mussten nur warten, bis der Bus wieder voll war. Ich glaub es gibt da keinen Fahrplan.

Wir mussten nach Qinling, welches scheinbar eine Studentenstadt ist und viele pendeln dort rüber. Nach etwa einer Stunde sind auch die letzten ausgestiegen, also wir auch raus. Dann standen wir da. Mhhhh... Nix in Sicht, was nach Terrakotta-Armee aussah. Matthias hatte aber einen Flyer dabei und das Foto sagte den Chinesen dann alles. Mit ein paar Handzeichen wurden wir noch etwa 1 km weiter geschickt und dann haben wir auch schon die Touri-Busse gesehen. Also rein...

Tickets zu bekommen war hier mal sehr unspecktakulär, da ja schon 15:30 Uhr war. Drin gabs dann das zu sehen, was ihr auch auf den Fotos seht.

Die Terrakotta-Armee gehört zum Mausoleum des ersten chinesischen Kaisers Qin Shihuangdis und wurde 210 v. Chr. erbaut. Es wird geschätzt, dass über 700.000 Arbeiter an der Anlage beteiligt waren. Dort befinden sich 6000 Soldaten, 40 vierspännie Wagen mit Pferden aus Bronze oder Ton, dann nochmal 1200 Terrakottafiguren und 89 Wagen. Endteckt wurde die Anlage zufällig beim Brunnenbau 1974. Doch bis heute ist erst 1/4 der Anlage freigelegt. Seit 1987 steht auch dieser Schatz auf der Liste des UNESCO Weltkulturerbes. Besonder insteressant ist, das die Figuren mit solch einem kunsthandwerklichen Geschick gefertigt wurden, dass dies die Kunstgeschichte neu schreibt. Die Legierungen zu Bronze entsprachen damals schon fast heutigen Standards. Auch bemerkenswert ist, dass nach der Ausgrabung immernoch die Farben der Figuren erhalten waren, aber beim Kontakt mit der Luft sie sich ganz schnell zersetzte. Nun soll erst Stück für Stück ausgegraben werden und die Funde dann versiegelt.
http://de.wikipedia.org/wiki/Mausoleum_Qin_Shihuangdis

Es war beeindruckend dort vor Ort zu sein. Dann sind wir wieder zum Linienbus gelaufen. Besser noch 3 mal gefragt, weil in China die Busse für den Rückweg auch gern mal ganz woanders langfahren. Aber wir waren richtig und es kan auch einer. Also wieder für 70 cent zurück nach Xian.

Sonntag, 17. Oktober 2010

Bericht zu Peking III

Am dritten Tag haben wir uns auf dem Weg zum Sommerpalast (natürlich mit wirklich riesengroßer Parkanlage) gemacht. Das ist bisschen weiter im Nordwesten und vor Ort hat uns der Menschenstrom geholfen den Eingang zu finden.

Der Sommerpalast (Garten des Friedens und der Harmonie im Alter) mit seiner 290 qm großen teilweise künstlichen Anlage wurde 1751-1764 vom Kaiser Qianlong gebaut. Zuvor war es der Gartens des Goldenen Wassers (1153) für den Kaiserlichen Hof um im Sommer dem heißen Peking zu entfliehen. Viele offiziele Angelegenheiten wurden in der Zeit dort abgehalten. Das gesamte Gelände ist nach dem Yin- und Yang-Prinzipien aufgebaut und heutzutage einfach nur imposant mit seinem großem Seeblick, dem Hügel mit dem Pavillion des buddhistischen Wohlgeruchs und der hübschen Suzhou-Strasse.
http://www.schwarzaufweiss.de/peking/sommerpalast.htm ;    http://de.wikipedia.org/wiki/Neuer_Sommerpalast_%28Peking%29

Wir haben fast den ganzen Tag dort verbracht. Haben aber auf dem Rückweg noch kurz das Olympia-Stadion (Vogelnest) gesehen und am Abend sind wir noch auf den CCTV-Tower gefahren, der eine ungwöhnliche Ähnlichkeit mit dem Berliner Fernsehturm aufweist.

Am Dienstag konnten wir dann unseren Tripp zur großen Mauer machen. Wir buchten so eine Hoteltour, wo gleich alles mit drin ist. Die Tour war super. Allein hätte man nicht so viel gesehen u auch gar nicht gewusst wo und wie man dort hinkäme.

Es ging wiedermal pünktlich los. Wir waren eine eher kleine Gruppe mit nur 6 Personen. Es sollte zuerst zu einem der Ming-Gräber gehen, dann zu einer Jade-Fabrik, nach dem Essen zur Großen Mauer und dann noch das Seidenmuseum mit Teezeremonie.

Die Ming-Gräber (1409) liegen etwas nördlich von Peking in einem weiten Tal. Sie stehen auf der Liste fürs UNESCO-Weltkulturerbe und fast alle Kaiser der Ming-Familie sind dort begraben. Das Changling-Mausoleum ist die größte Grabanlage, ganz gut restauriert und man kann es besichtigen. Die eigentliche Grabkammer wurde wohl aber noch nicht gefunden. So gab es ein paar Innenhöfe mit dem Linxing-Gate, einige Hallen mit Ausstellungen und am Ende den Soul Tower mit einer Holz-Stele zu besichtigen.
http://www.schwarzaufweiss.de/peking/graeber.htm ;      http://de.wikipedia.org/wiki/Ming-Gr%C3%A4ber

Die Jadefabrik war weniger spannend. Die Steine sind sehr fest u jenach Farbe unterschiedlich wertvoll. Es gab natürlich auch einen Shop in dem man sich umsehen konnte. Nicht weit war auch gleich noch ein anderer großer touristischer Kunstmarkt mit einer kleinen Fabrik für Kunstvasen, bei dem wir auch zu Mittag essen sollten. Es gab kaum asiatische Gesichter an den Tischen dieses Massenabfertigungs-Plastikgeschirr-Restaurant. Das Essen sah gut aus, war aber nicht sehr gut.

Dann gings endlich zur Großen Mauer. Der bekannteste Abschnitt ist wohl in Badaling, aber unsere Tour ging nach Juyongguan. Genauso schön, aber noch nicht ganz so viele Touristen.

Insgesamt ist die Mauer über 6000 km lang, mit seinen Naturbarrieren wie Flüsse und Berge kommt sie wohl auf eine Länge von über 8800 km. Die Mauer vom Hauptabschnitt ist aber nur 2400 km lang. Das Gemäuer ist durchschnittlich 7 m dick und ca. 7 – 9 m hoch. Sie ist das größe Gebäude der Welt. Sie sollte eien Grenze für die nomadischen Völker aus dem Norden sein.
http://de.wikipedia.org/wiki/Chinesische_Mauer ;     http://www.schwarzaufweiss.de/peking/mauer.htm

Da das Wetter richtig gut war, konnte man auch gute Fotos machen. Matthias ist bis auf den obersten Punkt gerannt und hat auch noch die besten Fotos gemacht. Ich hab die Aussicht schon von einem niedrigeren Punkt in einem schattigeren Platz genossen.

Am Nachmittag gings zurück Richtung Peking. Die Fahrt dauerte eine gute Stunde. Wir wurden noch zum Seiden-Museum geführt, was sehr interessant war, auch wenn es fast eine Werbeveranstaltung war. Gleich anschließend gab es eine eher langweilig aufgeührte Teezeremonie. Abschließen hat der Bus noch kurz an einem super Foto-Punkt fürs Olympia-Stadion halt gemacht.

Wir wurden wieder am Hotel abgesetzt und haben uns noch irgendwo was zu Essen gesucht. Nächsten Tag sollte unser flieger nach Xi'an schon 8:30 uhr starten.

Freitag, 15. Oktober 2010

Bericht zu Peking II

Nach dem Besuch vom Kaiserpalast wollten wir eigentlich ein Taxi zu einer U-Bahn nehmen, weil Matthias den Bussen nicht traute. Es gab keine Kurspläne und die Zeitpläne sind nur auf Chinesisch. Man hätts einfach mal versuchen können, da alle Busse nach Osten oder Westen gefahren sind und die ganze Innenstadt von U-Bahnen umgeben ist. Irgendwo wär man schon rausgekommen. Allerdings waren die Busse auch seeeeeehhhhhhrrrrr voll. Wir haben dort am Nordausgang der Verbotenen Stadt aber auch kein Taxi gekriegt u sind mit den Menschenmassen weitergelaufen. Nach Ewigkeiten hatten wir ein Taxi und es war dann immernoch ein Stück bis zur U-Bahn. Für 1 € wollten wir das einfach nicht laufen.

Wir haben uns in Richtung Himmelstempel mit dem großen Park weiter im Süden aufgemacht.Dort kriegten wir nebenbei auch die recht verrückten Chinesen zu Gesicht.
Einige Pärchen tanzten in dem Park zu klassischer Musik aus einer eher mittelmäßigen Musikanlage wie auf einem Ball und kamen sich nicht doof vor von anderen beobachtet zu werden. Und weiter südlich am Himmelsaltar (1530) gabs diese runde Steinplatte auf die jeder einmal drauf wollte, um sein Glück zu erhaschen. Dabei wurde wie wil in einem Pulk gedrängelt.

Könnte euch ja mal dieses Video ansehen (ist in der normalen Foto-Liste auch dabei): Am Altar des Himmeltempels (Video)

Der Himmelstempel oder vielmehr der Altar war Opferstätte der Kaiser um den Himmel für reiche Ernten anzubeten. Heute ist er auch Weltkulturerbe. Der Weg in der Parkanlage und die Gebäude und Stätten verlaufen alle nach Süden ausgerichtet, wegen der Sonnensympolik. Zentral gelegen befindet sich das Himmelsgewölbe, ein kleinerer Pavillion, der von einer runden Mauer umgeben ist, die so glatt sein soll, dass ein Echo entsteht, so dass man wohl leises Flüstern am anderen Ende wahrnehmen können soll. Als wir angelangt waren, war die Mauer aber nicht mehr glatt und natürlich so viele Menschen dort, dass es einem gar nicht besonders vorkam, wenn Matthias nicht seinen super Reiseführer dabei gehabt hätte. 
http://www.schwarzaufweiss.de/peking/himmelstempel.htm

Am Abend wollten wir in ein anderes Shopping-Center Essen gehen und sind an einem Shopping-Center-Komplex rausgekommen. Die Gebäude waren untereinander mit Geschäften und Gängen verbunden. Es gab kein richtiges System für die Rolltreppen. Wir haben aber richtig gut gegessen und haben später auch wieder rausgefunden.

Mit der U-Bahn dann wieder ins Hotel war von dort überhaupt kein Problem.



Jetzt werde ich mal Planung für morgen machen. Denn es ist Wochenende und es soll super Wetter werden.